Die Tandemstory

Wissenschaftsorientiert – Mentoring for Scientists

Foto: Astrid Eckert

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Der Mentor: Prof. Dr. Amaresh Chakrabarti TUM Forscher-Alumni und TUM Ambassador Professor, Centre for Product Design and Manufacturing, Indian Institute of Science, Bangalore

Der Mentee: Paul Bockelmann Z. Zt. des Mentorats 2013 / 2014 und heute: Promotion Maschinenwesen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Carbon Composites

„Durch meinen Mentor lerne ich, wie man wissenschaftliche Forschung angehen sollte.“ Paul Bockelmann, Mentee

Eine Sonderform des Tandems bietet „Mentoring for Scientists“, das internationale Forscher-Alumni mit dem akademischen Nachwuchs verbindet. Die Mentees erhalten Einblicke in die Wissenschaftskarriere und die Forschungsschwerpunkte renommierter Experten weltweit.

Prof. Dr. Amaresh Chakrabarti war 2013 mehrere Monate als Gastwissenschaftler an der TUM. Er ist Gründer des IdeasLab und Professor am Centre for Product Design and Manufacturing des Indian Institute of Science in Bangalore in Indien. Nach einer Alumni-Veranstaltung erklärte er sich spontan bereit, das Mentorat für Doktorand Paul Bockelmann zu übernehmen. Gemeinsam starteten sie das erste „Mentoring for Scientists“-Tandem.

Professor Chakrabarti, was war Ihre Motivation, dieses „Mentoring for Scientists“-Tandem zu bilden?

Chakrabarti: Pauls Arbeit interessiert mich. Er arbeitet mit Verbundwerkstoffen – und solche Verbundwerkstoffe stellen eine vielbeachtete Zukunftstechnologie dar, da sie viel leichter sind als Stahl und andere Metalle, aber vermutlich ebenso vielseitig eingesetzt werden können. Zudem ist er auch daran interessiert, nach Indien zu kommen und seine Forschung für einige Monate mit mir zusammen durchzuführen. Wir haben sogar schon einen Forschungsantrag bei der Bayerischen Forschungsstiftung eingereicht.

Sprechen Sie auch darüber, wie man Forscher wird?

Bockelmann: Herr Chakrabarti unterstützt mich sehr. Dadurch bekomme ich beispielsweise ein besseres Gefühl dafür, wie man wissenschaftliche Forschung angehen sollte – oder was zu beachten ist, wenn man Forscher werden oder eine wissenschaftliche Arbeit schreiben will. Das gilt auch, wenn wir über sehr konkrete Dinge sprechen, beispielsweise wie man die Finanzierung für ein Projekt sichert.

Wie denken Sie über interkulturelle Kontakte? Sind sie von Vorteil?

Chakrabarti: Ich denke schon. Sie sind nicht nur von Vorteil, sondern heutzutage sogar notwendig. Wer ein international anerkannter Forscher sein will, muss über internationale Kontakte sowie über interkulturelle Kompetenzen verfügen.

Und wie ist das mit der Bedeutung von interdisziplinärem Austausch?

Bockelmann: Ich denke, das ist im Grunde stark vom jeweiligen Forschungsbereich abhängig. Wenn man bemüht ist, systematisch an Arbeitsinhalte heranzugehen, gibt es immer auch bestimmte andere Disziplinen, die man im Auge haben muss – und dann ist es überaus vorteilhaft, auf bestehende Kontakte zurückgreifen zu können und interdisziplinär zu arbeiten.

Chakrabarti: Nun, ich arbeite im Design-Bereich; mehr Interdisziplinarität findet man wohl nirgends. Meiner Ansicht nach kann man Wissenschaft heutzutage nicht mehr auf sich allein gestellt betreiben – vielleicht, wenn man fleißig aktuelle Veröffentlichungen verfolgt, aber selbst dann nur in einem sehr eingeschränkten Rahmen.

Foto: Astrid Eckert

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Können Sie sich Online-Mentoring vorstellen – also ohne persönliche Treffen?

Chakrabarti: Das wäre sicher interessant. Auch um zu sehen, was dabei herauskommt. Als Designer bin ich ja immer interessiert herauszufinden, was passiert. Bisher habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, dass man besser interagiert, wenn man sich mindestens einmal persönlich getroffen hat.

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