Politiker Edmund Stoiber: „An die Karriere hatte ich nicht gedacht.“

Vieles weiß man über Edmund Stoiber – besonders aus seiner Zeit als Ministerpräsident. Aber wie kam es dazu, dass ein bayerischer James Dean-Fan, der eigentlich Anwalt werden wollte, und der im Zweitstudium an der Hochschule für Politik studierte, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Politiker wurde? „Zufälle“, sagt Edmund Stoiber. Es hätte also auch alles anders laufen können? Ja, wenn ihm auf Grund seiner Kompetenz und Leistungen in relevanten Situationen von entscheidenden Personen nicht immer wieder viel zugetraut worden wäre. Schritt für Schritt entwickelte sich so seine Erfolgsgeschichte. Welche waren diese Schnittstellen und Personen? Eine Spurensuche.

Herr Dr. Stoiber, heute kehren Sie zurück an die Hochschule für Politik, an der Sie vor mehr als 55 Jahren studierten. Wie kam es dazu, dass Sie hier Student wurden?
Ich wollte eigentlich Staatsanwalt oder Rechtsanwalt werden und habe mich für ein Jurastudium entschieden. Da ich mich aber auch sehr für Politik interessierte, begann ich gleichzeitig mit dem Politikstudium. Es gibt ja gewisse Bezüge zwischen den Politikwissenschaften und der Juristerei. 1962 habe ich angefangen an der Hochschule für Politik zu studieren – damals in der Volksschule in der Amalienstraße. Die Vorlesungen waren abends ab fünf Uhr bis um neun, zehn, manchmal auch halb elf. Die Studierenden, das war eine besondere Spezies, eine hochinteressierte und motivierte Studentenschaft. Und das war auch deshalb so interessant, weil dort Personen studieren konnten, die kein Abitur hatten. Im Gegensatz zu heute haben damals in Deutschland nur etwa drei Prozent eines Jahrganges Abitur gemacht.

Haben Sie Ihr Politikstudium zu Ende gemacht?
Nein, Jura hatte immer Vorrang. Ich komme aus keinem Akademikerhaushalt. Mein Vater war technischer Kaufmann und meine Mutter war chemische Laborantin. Ihr war es wichtig, dass ich studiere, obwohl das für die Familie ökonomisch unglaublich schwierig war. Schulgeld und Fahrkarten mussten bezahlt werden. Das war für die damaligen schmalen Kassen – mein Vater war arbeitslos – ein besonderes Unterfangen. Aber wenn du die Möglichkeit bekommst, zu studieren, dann musst du sie nutzen. Und ich dachte mir: „Wenn du ein gutes Examen machst, dann hast du auch gute Chancen“. Deswegen habe ich mich auf das Staatsexamen konzentriert. Nebenbei habe ich gearbeitet. Da kann man natürlich nicht alles auf die Reihe bringen, und so musste ich in meinem Politikstudium nach fünf Semestern pausieren. Ich wollte das Examen an der Hochschule für Politik später machen, habe das Studium dann aber doch nie abgeschlossen. Ich sage immer: „Ich habe es wissenschaftlich nicht beendet, aber dafür praktisch.“ Und ich bin stolz, dass ich hier studiert habe.

Als Teenager hatten sie dieses politische Interesse noch nicht, oder? Da standen bei Ihnen James Dean und Elvis hoch im Kurs und nicht Konrad Adenauer.
Ja, James Dean und Elvis Presley, das waren meine Jugendidole. Ich will es mal so formulieren: Ich komme aus einem konservativen Haushalt, habe die ganzen Nöte der Nachkriegsgesellschaft miterlebt. Auch die Armut. Viele wollten nach dem Krieg mit der Vergangenheit nichts mehr zu tun haben und waren nicht so politisch. Sie hatten genug zu tun mit ihrem Leben.

Aber bei Ihnen zu Hause wurde Wert auf eine politische Meinung gelegt?
Ja. Das war ungewöhnlich. Wir haben vor dem Radio gesessen und die Bundestagsdebatte zur Einführung der Bundeswehr verfolgt. Das war eine der leidenschaftlichsten Debatten im deutschen Bundestag, die ich je gehört habe. Und ich habe sie mithören „müssen“, weil wir nur ein Wohnzimmer hatten und drei Kinder zusammen ein Schlafzimmer. Ich war damals elf Jahre alt. Meine Schwester Hannelore war sieben Jahre älter und ging in die letzte Klasse Gymnasium. Sie hat mit großem Interesse die Debatte verfolgt. Dominant wie sie war, schaltete sie das Radio ein. Das Ende des Krieges war erst sieben Jahre her. Viele Kriegsgefangenen waren noch nicht zu Hause, überall herrschte unendliches Leid. Im Jahresbericht meiner Schule stand unter „Eltern“ bei mehr als der Hälfte „Vater vermisst“ oder „gefallen“. Es gab damals die größte Demonstration gegen Adenauer. Eine größere Demonstration hat es in Deutschland nie mehr gegeben.

Wäre Ihre Schwester also nicht so sehr an Politik interessiert gewesen…
Ich hätte es mir vielleicht selber nicht angeschaltet. Aber es hat mich dann auch interessiert. Meine Schwester hat mir erläutert, worum es geht. Wir hatten einen sehr politischen Haushalt. Mein Vater hat mit uns seine Ansichten diskutiert. Meine Mutter war sehr katholisch konservativ. Da ist der Samen vielleicht gelegt worden. Die Folge davon war, dass ich 1958 mit 17 Jahren zur Jungen Union in Rosenheim gegangen bin. Dort war ich aber mehr eine Karteileiche. Ich hatte kein Auto und die Bahnverbindung war nicht so gut. 1962, als ich angefangen habe zu studieren, bin ich dann zum Ring Christlich-Demokratischer Studenten gegangen.

Als Sie Ihr Staatsexamen in der Tasche hatten, begannen Sie im damals neu gegründeten Bayerischen Umweltministerium. Hatten Sie während des Studiums geplant, als Jurist in ein Ministerium zu gehen?
Wenn du in Bayern ein gutes Staatsexamen machst, dann bekommst du automatisch von allen Ministerien eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Da ich das wusste, dachte ich damals, ich könnte zumindest gleich zu Beginn am Ministerium anfangen und später eine andere Laufbahn einschlagen. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich hatte nicht gedacht, dass ich so eine politische Karriere machen würde.

Sie waren politisch aktiv und dachten damals nicht an eine politische Karriere?
Nicht wirklich. Nach meiner mündlichen Prüfung kam ein Abteilungsleiter des Umweltministeriums zu mir, der bei meiner Prüfung dabei war, und meinte, er suche zwei Juristen für die Rechtsabteilung. Eigentlich wollte ich ganz klassisch in das Innenministerium oder Finanzministerium. Das Umweltministerium wurde damals aber neu geschaffen, und ich dachte, dass ich dort vielleicht größere Chancen und mehr Möglichkeiten haben könnte.

Während des Vorstellungsgesprächs im Umweltministerium wurde Ihnen möglicher-weise die entscheidende Frage hinsichtlich Ihrer politischen Karriere gestellt.
Ja. Das Gespräch lief etwas anders als von mir erwartet. Der Personalreferent meinte, er sei sehr interessiert an mir, auch aufgrund meiner Examensnote und der Vita. Er hatte aber vor allem in meinen Unterlagen gesehen, dass ich Mitglied des RCDS und der Jungen Union war, und fragte mich auf einmal: „Können Sie auch Reden schreiben?“ Ich war etwas perplex und antwortete: „Das habe ich noch nie gemacht. Ich habe schon einmal die eine oder andere kleine Rede gehalten. Aber Reden schreiben, das weiß ich nicht. Ich bin in erster Linie an Ihrer Rechtsabteilung interessiert.“ Doch er meinte: „Nein. Wir bauen gerade eine politische Abteilung auf und wir brauchen junge Leute, die dem Minister Exzerpte liefern.“

Sie begannen daraufhin als Assessor. Dann kam der Tag, an dem Sie Ihre erste Rede für den damaligen Umweltminister Max Streibl schreiben sollten.
Das war nicht so ganz einfach. Ich hatte 14 Tage Zeit. Das Thema war „Landesplanung und Raumordnung am Beispiel Mittelfrankens“. Eine komplizierte Sache für jemanden, der völlig neu anfängt und keine Ahnung von Landesplanung hat. Ich hatte große Probleme. Das neue Umweltministerium hatte noch keine Grundlagen und nur wenige Unterlagen. Also bin ich in die Staatsbibliothek gegangen, die ich von meinem Studium her kannte, und habe mich dort sachkundig gemacht.

Und was war das Ergebnis?
Nachdem ich die Rede abgegeben hatte, meldet sich die Sekretärin des Ministers bei mir und meinte, Minister Streibl wolle mich sprechen. Ich war kurz geschockt und saß wie versteinert in meinem Zimmer. Ich dachte: „Um Gottes Willen, was habe ich angestellt?“ Als ich schließlich bei Max Streibl im Büro ankam, sagte er: „Ach, Sie sind das. Ich wollte mit Ihnen sowieso schon mal sprechen.“ Er kannte mich sozusagen als hinteres Fußvolk der Jungen Union. Irgendwann waren wir uns schon einmal begegnet. Dann meinte er, meine Rede hätte ihm sehr gut gefallen, und fragte mich: „Haben Sie Lust, bei mir im Ministerbüro zu arbeiten?“ Ich sagte: „Ja, das ist natürlich eine besondere Herausforderung.“

Sie nahmen das Angebot an?
Ja. Und dieser Schritt hat meine politische Tätigkeit intensiv befördert. Streibl war lange Jahre Generalsekretär, auch Bezirksvorsitzender der CSU von Oberbayern und jemand, der damals die Zukunft – auch die der CSU – verkörperte. Da kam ich in Situationen und hatte mit Menschen zu tun, mit denen ich ansonsten nie in Kontakt gekommen wäre.

Zum Beispiel?
Franz Josef Strauß. Er war damals der finanzpolitische Sprecher der CDU / CSU-Bundestagsfraktion und Parteivorsitzender. Er wollte Max Streibl sprechen, hat ihn aber nicht erreicht. Auf einmal hatte ich ihn am Telefon. Und wenn man so als junger Mann plötzlich mit Franz Josef Strauß spricht, in einer Frage, die damals auf der ersten Seite der Zeitung stand, das ist schon etwas Besonderes. Das führte auch dazu, dass ich mich politisch stärker engagierte und entwickelte.

Das klingt in der Tat nach einem einschneidenden Erlebnis für Sie.
Es wundert mich selber, dass ich mich noch erinnere. Aber das waren die ersten großen Schritte. Wenn ich in der Rechtsabteilung geblieben wäre, wäre ich vielleicht Ministerialrat geworden und schon längst im Ruhestand. Ich weiß nicht, ob ich in die Politik gegangen wäre.

Während Sie also bei Max Streibl arbeiteten, begannen Sie, sich in der CSU auf der politischen Bühne zu etablieren?
Ja, ich war sehr nahe an Max Streibl und wuchs immer stärker in die Politik. 1973 wurde ich als junger Mann Landtagskandidat der CSU. Das sind auch wieder Zufälligkeiten. Ich kam aus dem kleineren Landkreis Wolfratshausen, und die Mehrheit des Stimmkreises Miesbach-Wolfratshausen war aus Miesbach. Mein Gegenkandidat war der Kreisvorsitzende der CSU Miesbach. Ein arrivierter junger Mann. Ich war Kreis- vorsitzender der Jungen Union von Bad Tölz-Wolfratshausen. Da prallten regionale Unterschiede aufeinander. Am Ende wurde ich aufgestellt in einer harten Versammlung, die sechs Stunden dauerte. Das war dann keine wissenschaftliche Politik mehr, sondern praktische Politik. Bei der anschließenden Wahl wurde ich als Abgeordneter in den Landtag gewählt. Als Büroleiter von Streibl kannte ich mich aus, war auch als sein persönlicher Referent viel im Landtag. Dadurch konnte ich mich in der Fraktion sehr schnell etablieren. Nur vier Jahre später berief mich Strauß überraschenderweise zum Generalsekretär.

Sie hatten bis dahin schon eine beeindruckende Karriere hingelegt, insofern war das doch keine Überraschung?
Doch, das war schon eine. Ich kannte Strauß kaum. Einmal im Jahr gab es ein Treffen mit den Funktionären seines damaligen Stimmkreises. Da bin ich ihm möglicherweise aufgefallen. Als ich dann im Landtag war, habe ich nach der verlorenen Bundestagswahl 1976 öffentlich erklärt: „Strauß muss Ministerpräsident wer- den.“ Die Arrivierten in der Fraktion sagten etwas anderes. Ich war bereit, deren Unwillen zu ertragen. 1978 wurde Strauß tatsächlich Ministerpräsident. Einige Zeit später – ich war bereits das zweite Mal in den Landtag gewählt worden – kam der Büroleiter von Strauß zu mir und sagte, ich solle am Abend zu Strauß nach Hause kommen. Dort eröffnete Strauß mir, dass er mich zum CSU-Generalsekretär machen wolle. Ich bin fast vom Stuhl gefallen und hab mir Bedenkzeit ausgebeten.

Wie hat er reagiert?
Er wurde ganz unwirsch. Ich meinte, ich sei mir nicht sicher, ob ich das könne. Es sei vielleicht gescheiter, wenn ich erstmal Staatssekretär würde. Da schaute er mich völlig entgeistert an. „Wie kommst du darauf? Staatssekretäre, die gibt es wie zum Saufuttern. Generalsekretär gibt es nur einen.“

War spätestens dies der Moment, in dem Ihnen bewusst wurde, dass sie dabei sind, in der Politik eine große Karriere zu machen?
Nein, an die Karriere habe ich nicht so gedacht. Aber meine Kandidatur für das Amt des Landtagsabgeordneten und damit mein Sprung in die Politik 1973 war eine sehr bewusste Entscheidung. Ab da bin ich im Landtag schnell aufgefallen. Nicht nur, weil ich den amtierenden Ministerpräsidenten zum Abdanken aufgefordert hatte, sondern weil ich sehr politische Reden hielt. Wenn ich gesprochen habe, war immer Wirbel.

Fünf Jahre nach dieser Entscheidung wurden Sie Generalsekretär.
Mit 36 Jahren. Als Generalsekretär kommst du von null auf hundert. Du bist dann, noch dazu bei Strauß, in der großen Politik. Das heißt, Bonn und München wurden meine Arbeitsfelder. Es gab viele Debatten, in denen ich mich beweisen musste, und so hatte ich gleich einen gewissen bundesweiten Bekanntheitsgrad. Strauß war sehr viel unterwegs, und ich sagte irgendwann zu ihm, dass es so nicht mehr weiter gehe, dass er einen Leiter der Staatskanzlei brauche. Nicht den formellen stellvertretenden Ministerpräsidenten, sondern einen politischen Kopf, der ihn vertreten kann. Ich schlug ihm zwei veritable Minister vor. Er hielt meinen Einwand prinzipiell für eine gute Idee und antwortete: „Du machst das.“ Ich sagte: „Ich kann das nicht. Ich bin Generalsekretär“. Wir standen kurz vor der Bundestagswahl 1983, und ich konnte das Amt unmöglich aufgeben.

Sie blieben Generalsekretär der CSU.
Ich blieb Generalsekretär und wurde zusätzlich Leiter der Staatskanzlei mit 350 Beamtinnen und Beamten unter mir. Ich war die linke und die rechte Hand von Strauß. Eine sehr arbeitsreiche, aber auch unglaublich lehrreiche Zeit. Und dann ging es weiter, weiter und weiter. Die darauffolgenden Karriereschritte sind ja bekannt.

Und es geht immer noch weiter. Dieses Jahr werden Sie 77 und sind immer noch aktiv. Ruhestand ist keine Option?
Ich bin Anwalt und habe eine Reihe von Mandanten. Auf der anderen Seite bin ich Ehrenvorsitzender der CSU. Ich bin sozusagen nicht mehr drinnen, aber auch nicht draußen. Man ist ein bisschen eine Legende in der Partei geworden. Als Ehrenvorsitzender und älterer Herr kann ich mich nicht retten vor Einladungen – unabhängig davon, dass ich schon so lange keine offizielle Funktion mehr habe. Es hängt ja auch von der Leidenschaft und von der Gesundheit ab.

Die TUM ist seit 2014 Träger der Hochschule für Politik. Dadurch wurden Sie, wie alle anderen Ehemaligen der HfP, zum TUM Alumnus. Allerdings haben Sie sich auch schon davor immer für die TUM eingesetzt.
Ein Schlüsselerlebnis für mich war die 125-Jahrfeier der TUM 1993. Da hielt ich eine meiner ersten großen Reden als Ministerpräsident. Der damalige TUM-Präsident Otto Meitinger machte mich auf seinen Nachfolger aufmerksam, einen jungen Chemiker, Leibniz-Preisträger: Wolfgang A. Herrmann. Ich habe eine enorme Affinität zur Technik. Du brauchst Innovationen. Du brauchst Mut zu Veränderungen. Herrmann fand in mir einen Mann, der seine Ideen unterstützte und bereit war, eine fundamentale Hochschulreform in Bayern durchzuführen. Natürlich habe ich auch den Verlauf der HfP immer mitverfolgt. Ich habe es zunächst für eine abwegige Idee gehalten, dass die TUM die Trägerschaft übernehmen will, aber Herrmann hat das mit einer enormen Überzeugungskraft und starken Argumenten vertreten und damit die Hochschule für Politik gerettet. So schließt sich dann der Kreis, und ich sitze Ihnen heute an meinem ehemaligen Studienort gegenüber.

 

Dr. Dr. h.c. Edmund Stoiber

Student der Hochschule für Politik 1962 – 1965

Edmund Stoiber ist Rechtsanwalt, Ehrenvorsitzender der CSU, Ehemann, Vater von drei Kindern und Großvater von sieben Enkeln. Er wuchs in der Nachkriegszeit im oberbayerischen Oberaudorf in einfachen Verhältnissen auf. Nach seinem Abitur studierte er Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians- Universität München und Politikwissenschaften an der Hochschule für Politik. 1968, während er sein Referendariat absolvierte, heiratete er seine Frau Karin. Anschließend promovierte er an der Universität Regensburg. Nach seinem Staatsexamen 1971 arbeitete er im Umweltministerium als Assessor. Seine politische Laufbahn begann er beim Ring Christlich- Demokratischer Studenten und der Jungen Union. Bereits 1974 gelang ihm der Schritt in den Bayerischen Landtag. Von 1978 bis 1983 war er CSU-General- sekretär. 1993 wurde er Ministerpräsident des Frei- staates Bayern. 2002 unterlag er Gerhard Schröder knapp als Kanzlerkandidat der Union und blieb bis 2007 Ministerpräsident der CSU. Im Anschluss leitete er eine Arbeitsgruppe der Europäischen Kommission zum Abbau der Bürokratie. Aktuell vertritt er als Rechtsanwalt mehrere Mandanten, ist Ehrenvorsitzender der CSU und Mitglied in diversen Aufsichts- räten. Stolz ist er auf die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat von Bayern München. Sowohl während seiner Zeit als Bayerischer Ministerpräsident als auch danach unterstützte er die TUM intensiv und ermöglichte die Verlängerung der U-Bahnlinie 6 zum Campus Garching und die Gründung des Wissenschaftszentrums Straubing. 2017 wurde er zum TUM Ehrensenator ernannt.

Dieser Artikel ist erschienen in KontakTUM 2/2018:

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