Praxistipp: Interkultureller Austausch

Der Austausch internationaler Erfahrungen ist ein wichtiges Thema in vielen Mentoraten. Zum einen durch die internationalen Studierenden, die nach München kommen, zum anderen durch die Planung von Studienaufenthalten und Praktika im Ausland sowie anschließenden internationalen Karriereoptionen. Deshalb geht es in diesem Praxistipp darum, wie der Austausch über kulturelle Unterschiede gefördert werden kann und was Sie dabei lernen können. Viel Spaß!

Erdball mit Flaggen

Foto: Fotolia.com/koya979

Globalisierung und Internationalisierung tragen dazu bei, dass ein reger Austausch zwischen den Kulturen an der TUM stattfindet. Internationale Studierende aus aller Welt kommen an die TUM, gleichfalls gehen Studentinnen und Studenten aus allen Fachrichtungen für Studienaufenthalte und Praktika hinaus in die globale Welt. Das Kennenlernen, die Verwunderung über Unterschiedlichkeiten und der Versuch andere Kulturen zu verstehen ist somit in vielen Tandems ein Thema. Egal, ob es sich um die Orientierung in Deutschland für internationale Studierende handelt oder um Tandems, die quer über den Erdball in Verbindung stehen und Auslandsaufenthalte vorbereiten und begleiten.

Interkulturelle Kompetenz schulen

Damit ein Miteinander verschiedener Kulturen gelingen kann, empfehlen Fachleute die interkulturelle Kompetenz zu schulen. Kurz gefasst bedeutet dies: „Das Andere kennenlernen und dabei auch über sich selbst nachzudenken.“ Dabei können Anknüpfungspunkte zum vermeintlich so Fremden gefunden werden.

Im Mentorat kommen Sie meist automatisch über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von den Kulturen ins Gespräch. Haben Sie unterschiedliche Vorlieben beim Essen? Gibt es andere Kleiderstandards? Wie ist es mit der Pünktlichkeit? Wie gestaltet sich der Umgang mit Kollegen und Kolleginnen? Welche Regeln gelten in der Arbeitswelt? Und vieles mehr.

Sprechen Sie bewusst über diese Dinge und Sie werden merken, was Sie für normal halten und was häufig automatisch und unbewusst abläuft, kann in anderen Kulturen ganz unterschiedlich sein. Im Gespräch werden die kulturspezifischen Orientierungssysteme sichtbar, es kann besser verstanden werden, wie wahrgenommen, gedacht und gehandelt wird. Und dies erleichtert das weitere Miteinander.

Gemeinsam Besonderheiten von Kulturen reflektieren

Wir laden Sie zu einer kleinen Übung [1] in Ihrem internationalen Tandem oder auch in einer größeren Runde ein. Erkunden Sie durch die Beantwortung von einigen Fragen Ihre Kulturen, kommen Sie miteinander ins Gespräch und ins Reflektieren.

Dabei bitten wir Sie die folgenden Fragen unter dem Fokus des Kulturkreises in dem Sie aufgewachsen sind zu beantworten. Nehmen Sie sich Zeit für jede Frage, machen Sie sich alleine Gedanken, eventuell auch Notizen, bevor Sie Ihre Antworten miteinander austauschen und vertiefend ins Gespräch kommen.

  • Welche Bedeutung hat Zeit?
  • Wie wird kommuniziert?
  • Welche Rolle spielen Regeln und Vorschriften?
  • Wie ist Macht und Autorität verteilt?
  • Welche Rolle spielen Alter und Geschlecht?
  • Was ist tabu? Wie spirituell ist eine Kultur?

Gerne können Sie eigene Fragen ergänzen.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Diskutieren!

[1] In Anlehnung an Dietrich von Queis: Praxis-Ratgeber zum Umgang mit internationalen Studierenden, 2009, S. 34

 

Mehr Informationen zum TUM Mentoring finden Sie hier